Tag des Offenen Denkmals am 14.09.2025

An die 60 Besucher nutzten die Gelegenheit am bundesweiten „Tag des Offenen Denkmals“, das Feuerwehrhaus in Buchschlag zu besuchen.

Isabel Schilling und Christel Thomsen präsentierten anhand alter Fotografien und Materialien aus dem Archiv des Geschichtsvereins die Nutzungsgeschichte des Gebäudes. Danach führten Bernd Brunsch und Wolfgang Golla von der Freiwilligen Feuerwehr Buchschlag durch die Räumlichkeiten.

In diesem Jahr stand der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto: „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ Ein Leitthema, das wie gerufen kam, denn schon lange beschäftigt sich der Geschichtsverein mit dem Feuerwehrhaus in Buchschlag, dessen Erscheinungsbild und seiner Geschichte. Erbaut 1926 diente es der Freiwilligen Feuerwehr bis heute. Als einzig erhaltener Kommunalbau aus der frühen Zeit der Villenkolonie ist es wegen seiner außergewöhnlichen Nutzungsgeschichte besonders erhaltenswert. Im Obergeschoss befand sich der erste evangelische Kirchenraum der Gemeinde, die während des Dritten Reiches zur Bekennenden Kirche gehörte.

Jenseits von Kosten- Nutzenrelationen wäre dieses Gebäude ein wertvolles Erbe, das es zu bewahren gelte, hieß es im Vortrag. Aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen wäre es ein wichtiger Bestandteil der Villenkolonie und stände unter Ensembleschutz, hätte aber nicht den Status eines Einzelkulturdenkmals.

Das Feuerwehrhaus fügte sich seinerzeit behutsam in das bestehende Ensemble der Villenkolonie ein. Heute fiele es eher negativ auf: sein ursprünglich ansprechendes Erscheinungsbild ging aufgrund von Anpassungsmaßnahmen an seine Funktion Ende der 1960er Jahre verloren. Heute würde das Gebäude nicht mehr als Fahrzeughalle genutzt, dafür wäre ein weiterer Zweckbau dahinter entstanden. Der Geschichtsverein vertrat die Auffassung, dass das Feuerwehrhaus als historisches Wahrzeichen unbedingt geschützt und aufgewertet werden sollte. Der Umgang mit diesem besonderen Gebäude obliege der Stadt Dreieich, es läge in städtischer Hand, wie dieses Gebäude in Zukunft wahrgenommen würde. Aus diesem Grund hätte der Geschichtsverein eine Empfehlung zur Sanierung des Feuerwehrgebäudes ausgearbeitet, da in naher Zukunft Erhaltungsmaßnahmen anstünden.